Stärke

Die Verbindung, die ihr aufgebaut habt

Ihr bringt beide Wärme und Kontaktsuche in die Beziehung – in einer Familienform, in der diese Verbindung nicht von selbst entsteht, sondern über Zeit aufgebaut wird. Bei euch ist das gelungen.

Wärme in einer Stiefbeziehung ist keine Selbstverständlichkeit. Wo die biologische Bindung eine Geschichte hat, auf die sie sich stützen kann, beginnt eine Stiefbeziehung bei null — und wird durch kleine, wiederholte Handlungen über Zeit aufgebaut. Wenn es gegenseitige Wärme in eurer Beziehung gibt, ist das deshalb kein Glück. Es ist etwas, das ihr gemeinsam geschaffen habt — und es ist wert, gekannt und geschützt zu werden. Das heißt nicht, dass die Beziehung abgeschlossen oder konfliktfrei ist, sondern dass es Kontakt gibt, auf dem aufgebaut werden kann.

So läuft die Schleife

Das Bonuselternteilzeigt Interesse und Wärme, ohne etwas zurückzuverlangen
Das Kindsucht Kontakt, weil es sich sicher anfühlt
Der positive Kreislauf: Jedes Mal, wenn Wärme erwidert wird, wird es ein wenig leichter, beim nächsten Mal Kontakt zu suchen — so entsteht eine Verbindung, die nicht von vornherein gegeben war.

So sieht es aus

Es zeigt sich selten in den großen Momenten. Es zeigt sich darin, dass der Kontakt von selbst zu kommen beginnt — in beide Richtungen.

  • Das Kind sucht das Bonuselternteil von sich aus — nicht nur, wenn das leibliche Elternteil in der Nähe ist.
  • Ihr habt eure eigenen kleinen Rituale oder Insider-Witze, die nicht über andere laufen.
  • Die Wärme geht in beide Richtungen: Beide strecken die Hand aus, beide nehmen an.
  • Uneinigkeiten enden nicht automatisch in Distanz — die Beziehung kann Reibung aushalten.
Weg heraus

Ein allgemeiner Weg heraus

Eine aufgebaute Verbindung muss nichts leisten — sie muss gepflegt werden. Das Wichtigste ist, mit dem weiterzumachen, was sie aufgebaut hat.

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    Macht mit den kleinen Affinitätshandlungen weiter: das gemeinsame Interesse, die Autofahrt, das feste kleine Ritual. Sie haben die Verbindung aufgebaut — und sie halten sie.

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    Lasst der Beziehung ihr eigenes Tempo. Die Verbindung wurde ohne Druck aufgebaut — und sie verträgt auch jetzt keinen Druck, etwa in Form von Erwartungen an bestimmte Titel oder Gefühle.

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    Sagt es ab und zu laut — dem Kind und euch selbst — dass die Beziehung etwas Besonderes ist. Das Anerkennen des Aufgebauten macht es leichter, dorthin zurückzukehren, wenn etwas schwierig wird.

Häufige Fragen

Länger, als die meisten erwarten — die Forschung spricht von Jahren, nicht Monaten, und das Tempo hängt vom Alter des Kindes, von Loyalitätsbindungen und der Geschichte der Familie ab. Wichtig ist die Richtung, nicht die Geschwindigkeit. Wenn ihr die hier beschriebene Wärme wiedererkennt, seid ihr schon über das schwerste Stück hinaus: Der Kontakt kommt in beide Richtungen.

Ja. Eine starke Verbindung ist keine konfliktfreie Beziehung, sondern eine Beziehung, in der Konflikt die Verbindung nicht bedroht. In Patchwork-Familien kann Uneinigkeit sogar ein gesundes Zeichen sein: Sie zeigt, dass die Beziehung echt genug geworden ist, um Reibung auszuhalten — nicht nur Höflichkeit auf Distanz.

Nein. Titel und Gefühle folgen nicht automatisch aufeinander, und Druck bei bestimmten Wörtern kann eine Verbindung belasten, die in ihrem eigenen Tempo gedeiht. Lasst das Kind die Sprache wählen — die Verbindung liegt im Kontakt, nicht im Titel.

Ist das eure Stärke?

Du kannst die Verbindung hier wiedererkennen. Aber wo die Wärme bei euch am stärksten ist — und wo noch gebaut wird — können eure eigenen Antworten genauer zeigen. Es beginnt mit dem kostenlosen Test.

Geschrieben und fachlich geprüft von Thomas Silkjær, Gründer von SAMRUMZuletzt aktualisiert